Manuelle Lymphdrainage MLD in Leipzig
Wenn ein Arm oder Bein anschwillt und die Schwellung nicht zurückgeht. Ich behandle im Zentrum von Leipzig, auf Wunsch ohne Rezept.
Wenn die Schwellung bleibt
Nach einer Knie- oder Hüftoperation ist das Bein dick, es spannt, und der Fuß passt kaum in den Schuh. Nach einer Brustoperation mit Entfernung von Lymphknoten wird der Arm schwer. Manchmal schwillt auch ohne erkennbaren Anlass ein Bein an und bleibt so.
Das Lymphsystem transportiert Flüssigkeit aus dem Gewebe ab. Wenn dieser Abtransport nicht hinterherkommt, sammelt sich Flüssigkeit. Die manuelle Lymphdrainage arbeitet mit leichtem Druck und rhythmischen Griffen, die den Abfluss in Richtung der Lymphknoten unterstützen. Kräftig kneten wäre hier falsch, das Lymphsystem liegt dicht unter der Haut.
Warum die Kompression dazugehört
Hier muss ich etwas sagen, das viele überrascht: Bei einem echten Lymphödem reicht die Behandlung allein nicht.
Was ich in der Sitzung verschiebe, fließt ohne Gegendruck über die nächsten Stunden wieder zurück. Deshalb ist die Lymphdrainage Teil eines Konzepts, der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie. Dazu gehören neben der Drainage die Kompression durch Bandage oder Strumpf, Bewegung unter Kompression und Hautpflege.
Bandagieren kann ich hier in der Praxis. Auf Wunsch, oder wenn es auf dem Rezept steht.
Möglich ist das allerdings nicht bei jedem. Eine arterielle Durchblutungsstörung, eine akute Infektion oder eine schlecht eingestellte Herzschwäche sprechen gegen Kompression, und manchmal fehlt schlicht noch die passende Versorgung. Dann behandle ich trotzdem. Der Effekt hält kürzer an, dafür stimme ich Frequenz und Vorgehen darauf ab und bespreche mit Ihnen, was Sie sonst tun können.
Nach Operationen und bei vorübergehenden Schwellungen sieht das ohnehin anders aus. Da kann die Drainage für sich stehen.
Lymphödem und Lipödem sind nicht dasselbe
Das wird oft in einen Topf geworfen, auch von Fachleuten.
Beim Lymphödem staut sich Lymphflüssigkeit. Es ist chronisch. Heilen lässt es sich nicht, aber der Umfang lässt sich reduzieren und halten, und genau darauf zielt die Behandlung.
Beim Lipödem ist die Fettverteilung verändert, meist an Beinen und Hüften, oft schmerzhaft und druckempfindlich. Die Lymphdrainage kann das Spannungs- und Schweregefühl lindern und die Schmerzempfindlichkeit dämpfen. Am Fettgewebe selbst ändert sie nichts. Wenn Ihnen das jemand anders erzählt, stimmt es nicht.
Für beides brauchen Sie eine ärztliche Diagnose. Ich kann befunden und behandeln, aber die Einordnung, ob ein Lymphödem oder ein Lipödem vorliegt, gehört in ärztliche Hände.
Nach einer Schönheitsoperation
Fettabsaugung, Bauchdeckenstraffung, Brustoperation, Facelift: Danach schwillt das Gewebe an, das gehört zum Verlauf. Lymphdrainage ist in der Nachsorge üblich, weil sie den Abtransport unterstützt und das Spannungsgefühl erträglicher macht.
Wann ich anfangen darf, entscheidet allerdings Ihr Operateur und nicht der Termin, den Sie gern hätten. Bringen Sie den OP-Bericht mit und sagen Sie mir, was dort besprochen wurde. Über frische Nähte, liegende Drainagen oder gereizte Haut arbeite ich nicht.
Zur Erwartung gehört auch das hier: Schwellung und Spannungsgefühl kann ich günstig beeinflussen. Wie Ihr Ergebnis am Ende aussieht, hängt an der Operation, an Ihrer Heilung und daran, wie konsequent Sie die Kompressionswäsche tragen. Das ist nichts, was ich mit den Händen herbeiführe.
Wenn Sie im Ausland operiert wurden und ohne vereinbarte Nachsorge zurückkommen, ist das kein Ausschlussgrund. Ich brauche dann Ihre Unterlagen, und bei Hinweisen auf eine Wundheilungsstörung schicke ich Sie zuerst zum Arzt.
Eine Kassenleistung ist die Nachsorge nach einem kosmetischen Eingriff ohnehin nicht. Sie zahlen selbst, ein Rezept brauchen Sie dafür nicht.
Wie ich arbeite
Am Anfang schaue ich mir an, wo die Schwellung sitzt, wie das Gewebe sich anfühlt und was in Ihrer Vorgeschichte dazu passt: Operationen, bestrahlte Regionen, entfernte Lymphknoten, Venenerkrankungen, Medikamente. Wenn Sie Umfangmessungen von früher haben, bringen Sie sie mit.
Danach behandle ich. Ich beginne mit den Abflussgebieten am Rumpf und arbeite mich zur geschwollenen Region vor. Das klingt umständlich, hat aber einen Grund: Erst wenn oben Platz ist, kann unten etwas abfließen.
Zum Schluss reden wir über den Alltag. Was Sie selbst tun können, wie Sie Ihren Strumpf richtig anziehen, welche Bewegung hilft, worauf Sie bei der Haut achten sollten.
Eine Behandlung dauert 30 Minuten. Die Frequenz richtet sich nach dem Befund, nach einer Operation sind es in der ersten Zeit meist mehrere Termine pro Woche.
Wann ich nicht behandle
Die Lymphdrainage ist sanft, aber sie ist keine Wellnessmassage, und es gibt Situationen, in denen sie schadet.
Bitte klären Sie zuerst ärztlich ab, wenn Sie Fieber haben oder eine akute Infektion, wenn eine Hautstelle heiß, gerötet und schmerzhaft ist, wenn ein Bein plötzlich und einseitig anschwillt, oder wenn eine Herzschwäche bekannt und nicht gut eingestellt ist. Bei akuten Infektionen, einer frischen Thrombose und bei dekompensierter Herzinsuffizienz behandle ich nicht.
Auch bei einer Krebserkrankung stimme ich mich vorher mit Ihren behandelnden Ärzten ab.
Kosten und Qualifikation
Die Behandlung ist Selbstzahlerleistung, die Preise stehen auf der Preisseite. Sie orientieren sich an den GKV-Vergütungen, gerechnet auf 30 Minuten mit dem Faktor 1,5. Ob Ihre private Versicherung, Beihilfe oder Zusatzversicherung erstattet, hängt von Ihrem Vertrag ab, das klären Sie am besten vorab.
Zur Einordnung: Die Manuelle Lymphdrainage ist eine anerkannte Zusatzqualifikation mit mindestens 170 Unterrichtsstunden und Abschlussprüfung. Ich habe sie 2008 bei Lymphologic in Köln absolviert.
Für wen das infrage kommt
Am häufigsten kommen Menschen nach Operationen zu mir, wenn Knie, Hüfte oder Arm geschwollen sind und die Reha dadurch nicht in Gang kommt. Dazu Patientinnen mit diagnostiziertem Lymphödem oder Lipödem, die eine regelmäßige Behandlung brauchen, und Menschen in der Nachsorge nach einem kosmetischen Eingriff. Und Leute mit Schwere- und Spannungsgefühl in den Beinen, bei denen ärztlich abgeklärt ist, woher es kommt.
Ohne Rezept geht das über die sektorale Heilpraktikererlaubnis. Mit Privatrezept natürlich auch. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Fall dazugehört, rufen Sie an.
Diese Leistung biete ich an für: Privatpatienten und Selbstzahler. Untersuchung und Behandlung ohne Rezept, auf Basis der sektoralen Heilpraktikererlaubnis.
